Biopsie-Techniken mit BIOPSY PUNCH
Die Biopsie selbst ist technisch einfach und sehr schnell durchführbar. Sie erfolgt unter Lokalanästhesie.
Während der Durchführung der Stanzbiopsie mit dem BIOPSY PUNCH wird die Haut, wenn möglich bzw. erforderlich, sen-krecht zu den Hautkraftlinien („relaxed skin tension lines“) angespannt.
Die Stanze wird zwischen Daumen und Zeigefinger genommen, auf die Hautoberfläche aufgesetzt und im Uhrzeigersinn „schrauben“ unter mäßigem Druck in den vorgesehenen voran getrieben. Es ist wichtig, dass die Penetration tief genug bis ins Fettgewebe erfolgt, um ein aussagefähiges Präparat zu erhalten. Die freie Länge der Schneide beträgt 7mm. Durch intraoperativen Druck kann auch ein längerer Cutis-Subcutis-Zylinder gewonnen werden. Die Technik des Operateurs bestimmt die Tiefe der Entnahme
Der ausgestanzte Hautzylinder hebt sich von selbst über das Niveau der umgebenden Haut empor. Er sollte mit einer feinen anatomischen Pinzette vorsichtig unter Vermeidung von Quetschungen gefasst und etwas angehoben werden. Anschließend wird er mit der Schere oder dem Skalpell an der Basis flach abgetrennt. Die Probe wird nun vorsichtig in einen geeigneten Behälter überführt.
Wegen des Anspannens der Haut resultiert ein ovaler Defekt, der sich leichter verschließen lässt. Instrumentelle Blutstillung ist praktisch nie erforderlich. Bei Stanzen bis 4mm Durch-messer kann in der Regen auf einen Wundverschluß verzichtet werden. Die Wundabdeckung erfolgt entweder durch Kompressen oder einen kleinen Hydrocolloidverband. Bei Ver-wendung größerer Stanzen werden die entstehenden Defekte durch Naht oder Klammer-Pflasterstreifen verschlossen. Dies ist bei ovalen Wunden besonders gut möglich. Die resultierenden Narben sind kaum sichbar.


