Informationen über die Hautbiopsie

Wahl der Biopsietechnik

Biopsie bei Panniculitis

Bei Verdacht auf eine Panniculitis hängt die Biopsietechnik von der Lokalisation der Entzündungsherde ab. Ist die Dermis dünn, wie zum Beispiel an den Streckseiten der Unterschenkel, kann eine 6mm-Stanzbiopsie erfolgen. Der große Durchmesser der Stanze ist erforderlich, da für die histopathologische Diagnose einer Panniculitis sowohl Septen als auch Läppchen des Fettgewebes beurteilt werden müssen. Im Vergleich zur Spindelbiopsie hat die Stanzbiopsie den Vorteil, dass sie leichter durchzuführen ist und mit einer weniger großen Narbe abheilt. Zudem erbringt sie häufig besser beurteilbare Präparate, da bei Spindelbiopsien die Schnitte nicht selten mit einer Neigung nach innen durchgeführt werden und dadurch nur wenig Fettgewebe erfassen. Nach Durchführung einer Fettgewebsbiopsie sollte sich der Operateur stets davon überzeugen, dass reichlich Fettgebe am Unterrand der Biopsie vorhanden ist.(4) Bei einer dicken Dermis, wie zum Beispiel an den Oberschenkeln und am Rücken, sollten stets Spindelbiopsien mit dem Skalpell erfolgen. Spindelbiopsien sollten grundsätzlich auch dann durchgeführt werden, wenn fokale Veränderungen im Fettgewebe für die Diagnose wichtig sind, die sich manchmal erst nach zahlreichen Stufenschnitten durch ein größeres Exzidat darstellen, wie zum Beispiel eine Vasculitis bei Verdacht auf Panarterritis nodosa oder Erythema induratum.